Kann ich bei chatGPT Anzeigen schalten? Wir wollten wissen was Sache ist und wie das Werbekonto tatsächlich aussieht.
Wir haben Zugang zu einem Werbekonto im ChatGPT Ads Manager (der Oberfläche, in der Kampagnen aufgesetzt und gesteuert werden). Schalten können wir damit nichts, dazu später mehr. Aber wir sehen jeden Screen, jedes Eingabefeld und jede Einschränkung. Und eine dieser Einschränkungen nennt die Schweiz namentlich.
Dieser Beitrag zeigt dir, was in diesem Konto wirklich drinsteht, was daraus für Schweizer Unternehmen folgt und an welchen zwei Stellen die verbreiteten Angaben nicht zutreffen. Wenn du wissen willst, wie der Kanal grundsätzlich funktioniert, findest du das auf unserer Seite zu ChatGPT Ads.
In diesem Artikel liest du:
- Warum du bisher wahrscheinlich noch keine Anzeige gesehen hast
- Warum Schweizer Unternehmen aussen vor bleiben
- Die Kampagnenebene: Ziel, Standort, Plattform, Tagesbudget
- Der Hinweis, der die Schweiz namentlich nennt
- Die Anzeigengruppe: Gebote und Kontexthinweise
- Die Anzeige: Zeichenlimits und Bildvorgaben
- Was aus Agentursicht noch fehlt
- Zwei verbreitete Angaben, die nicht zutreffen
- Was ein KMU daraus mitnimmt
Warum du bisher wahrscheinlich noch keine Anzeige gesehen hast
Diese Frage bekommen wir seit dem Start am häufigsten. Die Schlagzeilen sagen, ChatGPT zeige jetzt Werbung. Wer danach die Gratisversion öffnet und ein paar Fragen stellt, sieht in der Regel: nichts.
Das ist kein Fehler auf deiner Seite. Die Ausspielung erfolgt schrittweise, die Anzeigen sind also nicht ab dem ersten Tag bei allen Nutzerinnen und Nutzern zu sehen. Dazu kommen drei weitere Gründe, warum bei dir nichts erscheint:
- Du nutzt Plus, Pro, Business, Enterprise oder Edu. Diese Tarife bleiben werbefrei.
- Du fragst in einem temporären Chat. Dort wird nichts ausgespielt.
- Dein Thema fällt in einen sensiblen Bereich wie Gesundheit oder Politik. Dort bleibt es werbefrei.
Ehrlich gesagt: Wir haben selbst noch keine Anzeige zu Gesicht bekommen. Das ändert nichts daran, dass der Kanal offen ist, aber es relativiert jede Aussage über Reichweite, die dir jemand heute vorrechnet.
Warum Schweizer Unternehmen aussen vor bleiben
Der ChatGPT Ads Manager öffnet die Selbstregistrierung nur für Unternehmen mit Sitz in bestimmten Ländern. Auf der offiziellen Länderliste stehen aktuell die USA, Grossbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Korea, Brasilien und Mexiko. Bei der Schweiz steht «Coming Soon».
Entscheidend ist dabei der Sitz deines Unternehmens, nicht das Zielland deiner Kampagne. Genau deshalb kommt ein KMU hierzulande heute nicht durch die Registrierung, selbst wenn es ausschliesslich Schweizer Kundschaft ansprechen möchte.
In unserem Konto erscheint die Oberfläche automatisch auf Deutsch. Schon das ist eine Beobachtung für sich: Die deutschsprachige Fassung ist fertig, obwohl im deutschsprachigen Raum noch niemand buchen kann.

Die Navigation ist überschaubar und dürfte jedem vertraut vorkommen, der Google Ads oder Meta kennt: Übersicht, Kampagnen, Tools, Abrechnung, Einstellungen. Im Kampagnenbereich gibt es die drei Ebenen Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen, dazu einen Datumsbereich, einen Filter und eine Spaltenauswahl. Das Ganze trägt sichtbar den Zusatz «Beta», ist also eine öffentliche Testphase.
Wer davon ausgeht, dass am Tag der Schweizer Freischaltung sofort Kampagnen laufen, plant zu knapp. Bevor überhaupt etwas ausgeliefert wird, müssen Kontoname und Logo von OpenAI genehmigt werden. Wie lange das dauert, beziffert OpenAI nirgends.
Der gesamte Kampagnenaufbau lässt sich trotzdem durchklicken, bis zum Schritt «Veröffentlichen». Genau das haben wir gemacht.
Die Kampagnenebene: Ziel, Standort, Plattform, Tagesbudget
Der Aufbau läuft über drei Schritte: Kampagne erstellen, Anzeigengruppe und Anzeigen erstellen, überprüfen. Eine Kampagne kann mehrere Anzeigengruppen enthalten, eine Anzeigengruppe mehrere Anzeigen. Die Struktur ist also dieselbe wie bei Google Ads.

Drei Ziele stehen zur Auswahl
Reichweite, Klicks und Conversions. Wählst du Conversions, musst du vorher ein Conversion-Tracking (die Messung von Anfragen und Käufen auf deiner Website) eingerichtet haben, sonst hat die Optimierung nichts, worauf sie hinarbeiten kann. Das ist derselbe Grundsatz wie bei Google, und es ist der Punkt, an dem in unserer Erfahrung die meisten Konten scheitern.
Die Schweiz ist bis auf Kantonsebene vorbereitet
Das hat uns am meisten überrascht. Tippt man «switzerland» in das Standortfeld, schlägt das System nicht nur das Land vor, sondern die einzelnen Kantone als Regionen: Uri, Zug, Jura, Vaud, Bern, Aargau und so weiter.

Für ein Land, in dem noch niemand buchen kann, ist das eine bemerkenswert vollständige Vorbereitung. Zusammen mit der deutschsprachigen Oberfläche ergibt sich der Eindruck: Technisch fehlt für den Schweizer Start nichts mehr, es fehlt nur die Freischaltung.
Ebenfalls vorhanden, und in vielen Übersichten schlicht nicht erwähnt: Standort-Ausschlüsse. Du kannst Regionen ausdrücklich ausnehmen. Der Hinweistext dazu ist eindeutig formuliert: Wer an einem ausgeschlossenen Standort ist, sieht die Kampagne nicht, selbst wenn er die Kriterien für einen eingeschlossenen Standort erfüllt.
Plattformen lassen sich einzeln abwählen
Unter «Geeignete Plattformen» stehen drei Optionen zur Auswahl, standardmässig alle aktiv: iOS-App, Android-App und Web. Wer also aus gutem Grund keine mobile Ausspielung will, kann das steuern. Ein Detail, das in keiner der Hilfeseiten auftaucht.

Beim Tagesbudget gilt dieselbe Logik wie bei Google
Eingestellt wird ein Tagesbudget in US-Dollar. Der Hinweistext darunter ist deutlich: Das ist ein Durchschnittswert. Bei 100 Dollar pro Tag kann OpenAI an einem einzelnen Tag bis zu 200 Dollar ausgeben, über sieben Tage aber höchstens 700 Dollar.
Wer Google Ads kennt, kennt dieses Modell. Wer es nicht kennt, erlebt sonst am Monatsanfang eine Überraschung.
Der Hinweis, der die Schweiz namentlich nennt
Sobald wir die Schweiz als Zielregion gesetzt hatten, erschien im Formular ein grauer Kasten. Er ist die wichtigste Erkenntnis dieses ganzen Tests.
Benutzerdefinierte Zielgruppen werden für Kampagnen mit Zielregionen im EWR oder in der Schweiz nicht unterstützt, da dort noch keine personalisierten Anzeigen verfügbar sind.
Das ist nicht mehr eine Fussnote in einer Hilfeseite. Das Produkt selbst weist dich darauf hin, sobald du die Schweiz auswählst.
Was das konkret bedeutet: Ohne personalisierte Anzeigen fliessen weder vergangene Gespräche noch das Memory noch deine bisherige Anzeigen-Historie in die Auswahl ein. Übrig bleiben der aktuelle Gesprächsverlauf sowie Basisangaben wie ungefähre Region und Sprache.
In der Schweiz ist ChatGPT Ads damit näher an klassischer Kontextwerbung als an einem Kanal, den du über Zielgruppendaten steuerst. Alles, was in amerikanischen Fallstudien über Zielgruppenaufbau, eigene Listen und Wiederansprache steht, gilt hier so nicht. Nicht später vielleicht, sondern heute nicht.
Wer also hier eine Kampagne plant und dabei mit eigenen Zielgruppenlisten rechnet, plant an der Realität vorbei.
Die Anzeigengruppe: Gebote und Kontexthinweise

Zwei Gebotsstrategien
Beim Ziel «Klicks» stehen genau zwei Optionen zur Verfügung. «Ergebnisse maximieren» passt das Gebot automatisch an, um mit deiner Investition möglichst viele Ergebnisse zu erzielen. «Manuell: Max. CPC» (Cost per Click, also dein Maximalgebot pro Klick) überlässt dir die Kontrolle.
Automatische Parameter an der Ziel-URL gibt es bereits
Unter «Abfrageparameter der Landingpage» kannst du Parameter automatisch anhängen lassen. Als Vorlagenwerte stehen zur Verfügung: campaign_id, ad_group_id, ad_id, ad_account_id und oppref. Wer aus Google Ads kommt, kennt das Prinzip als ValueTrack.
Für unsere Arbeit ist das der praktischste Fund des Tests. Damit lässt sich der Kanal von Tag eins an sauber in GA4 auswerten, ohne auf die Berichte der Plattform angewiesen zu sein. Wer heute schon eine einheitliche UTM-Systematik (die Kennzeichnung von Links, damit die Herkunft im Bericht sichtbar bleibt) pflegt, hat hier einen Startvorteil.
Kontexthinweise: das Feld, das Keywords ersetzt
Hier wird es interessant, denn dieses Feld ersetzt alles, was du über Keywords weisst. Der Hilfetext direkt im Formular lautet:
Beschreibe die Gespräche, Themen oder Keywords, bei denen deine Produkte oder Dienstleistungen relevant sein könnten. Diese Hinweise helfen bei der Zuordnung von Anzeigen, sind jedoch keine Targeting-Regeln für exakte Übereinstimmungen.
Drei Dinge fallen auf. Erstens ist das Feld als optional gekennzeichnet. Du kannst eine Kampagne also ganz ohne thematische Eingrenzung starten. Zweitens ist es ein freies Textfeld, kein Keyword-Editor mit Übereinstimmungstypen. Wir haben zum Test «SEO Agentur, Google Ads Agentur, GEO Agentur, Unternehmenserfolg steigern» eingetragen, aber ebenso gut liesse sich ein ganzer Satz formulieren. Drittens gibt es einen Button, der dir Vorschläge generieren lässt.
Und der entscheidende Satz steht am Ende: keine Regeln für exakte Übereinstimmungen. Es gibt keine Garantie, dass deine Anzeige in einem bestimmten Gespräch erscheint. Wer gewohnt ist, über exakte Keywords zu steuern, gibt diese Kontrolle hier vollständig ab.
Die Anzeige: Zeichenlimits und Bildvorgaben

Eine Anzeige besteht aus vier Bestandteilen: Ziel-URL, Titel, Beschreibung und Bild. Dazu kommen automatisch dein Firmenname und dein Favicon. Keine Sitelinks, keine Erweiterungen, kein Video.
- Titel: maximal 50 Zeichen. Interessant ist die Warnung: Bereits bei 35 Zeichen meldet das System, der Anzeigentext werde in einigen Platzierungen möglicherweise abgeschnitten. Wir würden uns deshalb an rund 35 Zeichen orientieren, nicht am formalen Limit.
- Beschreibung: maximal 100 Zeichen.
- Bild: PNG oder JPG. Der Hinweis lautet wörtlich, für beste Qualität ein quadratisches Bild mit mindestens 256 mal 256 Pixeln zu verwenden.
- Abfrageparameter: lassen sich auch auf Anzeigenebene setzen, nicht nur auf Anzeigengruppen-Ebene.
Rechts läuft eine Live-Vorschau mit, die zeigt, wie die Anzeige der Nutzerin oder dem Nutzer erscheint: Bild links, daneben Favicon, Firmenname, das Label «Anzeige», dann Titel und Beschreibung. Damit siehst du sofort, wie hart 35 Zeichen wirklich sind.
Der Standardweg ist ein KI-Assistent
Im letzten Schritt erscheint die Kampagnenzusammenfassung, und die trägt ein Etikett: «KI-generiert». Daneben steht ein Button «Von Grund auf erstellen».

Das ist mehr als ein Detail. OpenAI setzt den assistierten Aufbau als Standard und den manuellen Aufbau als Alternative. Wer nichts tut, bekommt eine Kampagne, die das System vorschlägt. Das ist bequem und für kleine Werbetreibende vermutlich sinnvoll. Es heisst aber auch, dass du bewusst hinschauen musst, wenn du selbst entscheiden willst.
Was aus Agentursicht noch fehlt
Wir betreuen als Google Premier Partner (Top 3 % CH) seit 2013 Werbekonten für KMU. Aus dieser Perspektive fällt weniger auf, was der Ads Manager kann, als was er noch nicht kann. Sechs Punkte, die wir im Konto nicht gefunden haben und die darüber entscheiden, ob sich der Kanal professionell steuern lässt.
Keine Agenturstruktur
Ein Gegenstück zum Google-Ads-Verwaltungskonto haben wir nicht entdeckt. Es gibt keinen sichtbaren Aufbau, in dem eine Agentur mehrere Kundenkonten unter einem Zugang verwaltet, mit getrennten Rechten und getrennter Abrechnung. Solange das fehlt, bedeutet Betreuung: für jedes Konto ein eigener Zugang.
Keine Ausschlüsse auf Themenebene
Standorte kannst du ausschliessen, Gesprächsthemen nicht. Du kannst also nicht festlegen, in welchem inhaltlichen Umfeld deine Marke nicht erscheinen soll. Bei Microsoft Copilot wirken immerhin die gewohnten Ausschlusslisten. Hier gibt es dieses Instrument nicht, und für markenbewusste Unternehmen ist das der grösste offene Punkt.
Keine wertbasierte Steuerung
Zwei Gebotsstrategien, beide ohne Zielwert. Es gibt keine Vorgabe für einen Preis pro Anfrage und keine für einen Ertrag pro investiertem Franken. Für einen Shop mit unterschiedlichen Margen heisst das: Das System optimiert auf Menge, nicht auf Wert. Genau diese Umstellung war bei Google einer der grössten Hebel der letzten Jahre.
Kein Rückkanal aus der Ausspielung
Du hinterlegst Kontexthinweise, aber du erfährst nie, in welchen Gesprächen deine Anzeige tatsächlich erschienen ist. Damit fehlt die Grundlage für den Optimierungsschritt, der bei uns jede Woche stattfindet: aus der Ausspielung lernen und nachschärfen. Du kannst nur schätzen und das Ergebnis am Umsatz messen.
Keine Tests und kein Änderungsverlauf
Wir haben weder einen Rahmen für kontrollierte Tests noch ein Protokoll gefunden, das festhält, wer wann was geändert hat. Beides ist für saubere Agenturarbeit nicht verhandelbar. Ohne Änderungsverlauf lässt sich ein Leistungsabfall im Nachhinein nicht erklären.
Kein Werbezeitplaner
Plattformen lassen sich an- und abwählen, Tageszeiten und Wochentage nicht. Für einen Dienstleister, der nur werktags Anfragen bearbeiten kann, ist das ein echter Nachteil.
Fair bleiben: Das Produkt trägt den Zusatz «Beta» und ist wenige Monate alt. Google Ads hat für diese Funktionen zwanzig Jahre gebraucht. Wir zählen sie nicht auf, um zu meckern, sondern weil sie erklären, warum ein erster Test in diesem Kanal ein Test bleibt und keine Umschichtung deiner laufenden Investition rechtfertigt.
Zwei verbreitete Angaben, die nicht zutreffen
Beim Abgleich mit dem, was aktuell über ChatGPT Ads geschrieben wird, sind uns zwei Punkte aufgefallen.
1. Eigene Zielgruppenlisten gibt es für die Schweiz nicht
Sie werden regelmässig als verfügbare Ausrichtungs-Option aufgezählt, teils gestützt auf OpenAIs eigene Europa-Ankündigung. Für Kampagnen mit Zielregionen in der Schweiz oder im EWR sind sie ausdrücklich nicht unterstützt.
2. Standort-Ausschlüsse werden fast nie erwähnt
Die meisten Übersichten beschreiben ChatGPT Ads als Kanal ohne jede Ausschluss-Möglichkeit. Für Themen und Gespräche stimmt das, für Standorte nicht. Das Feld ist da und funktioniert.
Was ein KMU daraus mitnimmt
- Die Schweiz ist technisch bereit. Kantone sind hinterlegt, die Oberfläche ist übersetzt. Was fehlt, ist die Freischaltung der Selbstregistrierung. OpenAI hat den eigenständigen Ads Manager für dieses Quartal angekündigt.
- Rechne mit einer Prüfung nach der Kontoeröffnung. Kontoname und Logo müssen genehmigt werden, bevor überhaupt etwas ausgeliefert wird. Wer am Tag der Freischaltung starten will, sollte Logo und Firmenname sauber vorbereitet haben.
- Plane ohne Zielgruppendaten. In der Schweiz entscheidet die Passung zwischen Gesprächsmoment, Anzeigentext und Landingpage. Sonst nichts.
- Bereite dein Tracking jetzt vor. Die Abfrageparameter erlauben eine saubere Messung in GA4 ab dem ersten Klick. Wer heute keine einheitliche UTM-Systematik hat, kann später nicht sagen, was der Kanal beigetragen hat.
- Übe dich in kurzen Titeln. 35 Zeichen sind das realistische Mass, nicht 50. Das ist deutlich weniger Platz als in einer Google-Suchanzeige.
Und die ehrliche Einordnung zum Schluss: Nichts von dem, was wir gesehen haben, ändert etwas an unserer Empfehlung. Solange du als Schweizer Unternehmen nicht selbst buchen kannst, ist die sinnvollste Investition die Vorarbeit. Zugang für die OpenAI-Crawler prüfen, UTM-Systematik vereinheitlichen, Produktfeed aufräumen. Alle drei schaffen Nutzen, auch wenn du nie eine Anzeige in ChatGPT schaltest.
Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald sich im Konto etwas ändert. Und wir melden uns, sobald die Schweiz freigeschaltet ist.
Willst du wissen, ob der Kanal zu dir passt?
In unserem Gratis-Konto-Check schauen wir uns dein bestehendes Werbekonto an und sagen dir dabei auch, ob ChatGPT Ads für dein Geschäft überhaupt ein Thema wird, wie es um deinen Crawler-Zugang steht und was dein Produktfeed hergibt. Wenn der Kanal in deinem Fall nichts bringt, hörst du das von uns.
cloudWEB ist eine eigentümer-geführte Marketing-Boutique aus Winterthur, sehr gut bewertet bei ProvenExpert & Google. Verantwortlich für die Inhalte: Thomas Hasenfratz (Inhaber und SEO-Spezialist) und Martina Bernet (Performance und Tracking).
Häufige Fragen zum ChatGPT Ads Manager
Warum sehe ich in der Schweiz keine Werbung in ChatGPT?
Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe. Die Ausspielung erfolgt schrittweise, die Anzeigen sind also nicht ab dem ersten Tag bei allen Nutzerinnen und Nutzern zu sehen. Zudem bleiben Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu werbefrei, ebenso temporäre Chats und sensible Themen wie Gesundheit oder Politik.
Kann ich als Schweizer Unternehmen ein Konto im ChatGPT Ads Manager eröffnen?
Stand heute nicht. Die Selbstregistrierung ist auf Unternehmen mit Sitz in bestimmten Ländern beschränkt, die Schweiz ist nicht darunter. Entscheidend ist der Firmensitz, nicht das Zielland der Kampagne. OpenAI hat angekündigt, den eigenständigen Ads Manager noch in diesem Quartal zu öffnen.
Kann ich die Schweiz als Zielregion auswählen?
Ja, und sogar einzelne Kantone. Das Standortfeld schlägt beim Tippen sowohl die Schweiz als Land als auch die Kantone als Regionen vor. Zusätzlich lassen sich Standorte gezielt ausschliessen.
Welche Kampagnenziele gibt es?
Drei: Reichweite, Klicks und Conversions. Für das Ziel Conversions muss vorher ein Conversion-Tracking eingerichtet sein, sonst hat die Optimierung keine Grundlage.
Welche Gebotsstrategien stehen zur Verfügung?
Beim Ziel Klicks sind es zwei: «Ergebnisse maximieren», bei dem das System das Gebot automatisch anpasst, und «Manuell: Max. CPC», also ein selbst gesetztes Maximalgebot pro Klick.
Wie funktioniert die Ausrichtung ohne Keywords?
Über sogenannte Kontexthinweise auf Ebene der Anzeigengruppe. Das ist ein freies Textfeld, in dem du Gespräche, Themen oder Keywords beschreibst, bei denen dein Angebot relevant sein könnte. Das Feld ist optional, und OpenAI hält ausdrücklich fest, dass es sich nicht um Regeln für exakte Übereinstimmungen handelt.
Kann ich in der Schweiz eigene Zielgruppenlisten hochladen?
Nein. Sobald die Schweiz oder eine Region im EWR als Ziel gesetzt ist, blendet das Formular den Hinweis ein, dass benutzerdefinierte Zielgruppen nicht unterstützt werden, weil dort noch keine personalisierten Anzeigen verfügbar sind.
Wie gross muss das Anzeigenbild sein?
Der Ads Manager akzeptiert PNG und JPG und empfiehlt für beste Qualität ein quadratisches Bild mit mindestens 256 mal 256 Pixeln. Das ist eine Mindestgrösse, keine feste Vorgabe.
Wie viele Zeichen habe ich für Titel und Beschreibung?
Der Titel erlaubt bis zu 50 Zeichen, die Beschreibung bis zu 100. Praktisch relevanter ist die Warnung des Systems: Schon ab rund 35 Zeichen im Titel weist es darauf hin, dass der Text in einigen Platzierungen abgeschnitten werden könnte.
Kann ich die Ausspielung auf bestimmte Geräte beschränken?
Ja. Unter «Geeignete Plattformen» lassen sich iOS-App, Android-App und Web einzeln aktivieren oder abwählen. Standardmässig sind alle drei aktiv.
Wie funktioniert das Tagesbudget?
Eingestellt wird ein durchschnittliches Tagesbudget in US-Dollar. An einzelnen Tagen kann bis zum Doppelten ausgegeben werden, über sieben Tage aber höchstens das Siebenfache des eingestellten Betrags. Dieselbe Logik kennt man aus Google Ads.
Kann eine Agentur mehrere Kundenkonten verwalten?
Ein Gegenstück zum Google-Ads-Verwaltungskonto haben wir im Ads Manager nicht gefunden. Es gibt keinen sichtbaren Aufbau, in dem eine Agentur mehrere Kundenkonten unter einem Zugang mit getrennten Rechten und getrennter Abrechnung führt. Solange das fehlt, braucht es für jedes Konto einen eigenen Zugang.
Kann ich Themen oder Gesprächskontexte ausschliessen?
Nein. Ausschlüsse gibt es nur für Standorte. Du kannst nicht festlegen, in welchem inhaltlichen Umfeld deine Anzeige nicht erscheinen soll. Bei Microsoft Copilot wirken dagegen die gewohnten Ausschlusslisten.





